Inside Echolink 1: „POT“

EchoLink – Übertragungsstrecke

Ein einfaches Beispiel als Modell für eine Telefonieübertragung, das gute alte Telefon (Plain Old Telephone):

Drei elementare Operationen finden hier statt:

Authentifizierung Wer spricht? (‚Ach, Du bist’s!‘)
Signalisierung Klingeln, Auflegen, … (digital, Impulswahl)
Sprechen Audioinformation (analog)

Nichts anderes geschieht bei EchoLink auch – hier nur vollständig digitalisiert und mittels TCP/IP übertragen:

Authentifizierung TCP, Port 5200    zentral, über EchoLink-Server
Signalisierung UDP, Port 5199    direkt unter den Teilnehmern
Sprach-Kanal UDP, Port 5198    direkt unter den Teilnehmern

 

Die Authentifizierung ist wegen der großen Zahl der Nutzer zentral geregelt und gleicht bei der Anmeldung im EchoLink-Netzwerk die Anmeldedaten mit denen auf dem EchoLink-Registrierungsserver ab. Durch die Anmeldung ist zugleich die IP-Adresse des Benutzers im System bekannt, er wird mit seinem Rufzeichen in einer allen einsehbaren Liste geführt und kann direkt angesprochen werden. Die Verbindung zum Registrierungsserver erfolgt verschlüsselt über TCP/IP, Port 5200.

Für die Signalisierung des Verbindungsaufbaus zu einer anderen Station ermittelt die anrufende Station zunächst deren IP-Adresse über den Registrierungsserver via TCP/IP, Port 5200.

Die Signalisierung auf direktem Weg, d.h. der eigentliche Anruf, erfolgt dann über deren IP-Adresse und die UDP-Ports 5199 und 5198 .

Bei EchoLink-Knoten mit Einstiegspunkten für Funkgeräte – wie das z.B. bei DL0RI der Fall ist – liegt im Signalisierungszweig noch ein DTMF-Steuerton-Decoder, welcher die Signalisierung mittels Tonsequenzfolgen ermöglicht (Anmeldung, Anruf von Stationen im Netz, etc.). Diese ersetzen die Eingaben, welche am PC üblicherweise mittels Tatstatur oder Maus vorgenommen werden.

Der Audiokanal wird über die NF – Ein- bzw- Ausgänge des Transceivers bzw. der Soundkarte hergestellt. Die Soundkarte nimmt als NF-Signal an ihrem Eingang auf  und wandelt es in einen Datenstrom um. Dieser wird dann wie ein Telefoniesprachsignal mittels UDP-Protokoll über Port 5198 im Netz übertragen – Voice over IP! Die technische Herausforderung besteht dann darin, den Datenstrom möglichst klein und die Qualität des digitalisierten NF-Signals möglichst hoch zu halten.

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