„Charly“ Eichhorn DK3ZL – Die besondere Reise der Polarstern

„Normalerweise werden die Wissenschaftler zur Neumayer-III-Station in der Antarktis zunächst mit Linienflügen nach Südafrika gebracht. Pandemiebedingt ist das alles nicht möglich und sie nehmen die lange Reise mit der Polarstern auf sich. Das besondere: An Bord war eine Station für QO-100. Von Großfeld zu Großfeld flammten die Pile-Ups jedes Mal neu auf. Die HAM RADIO ist Europas größte Amateurfunkmesse. Sie wird für gewöhnlich Ende Juni auf dem Messegelände in Friedrichshafen am Bodensee zusammen mit dem Bodenseetreffen veranstaltet. Durch äußere Umstände in den Jahren 2020 und 2021 haben wir die Veranstaltung in das Internet als Online-Veranstaltung verlegt. So können Sie „HAM Feeling“ zu Hause am Rechner oder auch mobil jederzeit z.B. über Ihr Smartphone erleben. Viele abwechslungsreiche Themen rund um Amateurfunk, Betriebs- und Sendetechnik sowie Ehrungen, Talkrunden und Interviews werden unter dem Titel „HAM RADIO World 2021“ präsentiert.
Viel Spaß beim Anschauen!“

Weitere Videos der HAM RADIO World 2021:

ARISS SSTV-Bildübertragung

ARISS (Amateur Radio on the International Space Station)

SSTV-Bildübertragung

Eine erneute ARISS SSTV-Bildübertragung beginnt heute, am 3. Oktober 2020 von ~ 14:00 UTC bis zum 8. Oktober 2020 um 18:30 UTC. Pause ist am 5. Oktober 2020 für die „Truck“-Andockzeit. Die Bilder werden bei 145,8 MHz +/- 3 KHz für die Doppler-Verschiebung gesendet und die erwartete SSTV-Betriebsart ist PD 120. Das Hauptthema dieser Bildersammlung werden Satelliten sein. Radio-Enthusiasten, die an der Veranstaltung teilnehmen, können Bilder in der ARISS SSTV-Galerie unter

https://www.spaceflightsoftware.com/ARISS_SSTV/

einstellen und ansehen.

Nachdem die Bilder in der Galerie eingestellt wurde, kann man einen Sonderpreis erwerben, indem man einen Link zu

https://ariss.pzk.org.pl/sstv/

setzt und den Anweisungen zur Einreichung einer digitalen Kopie Ihres empfangenen Bildes folgt.

73, Charly, (DK3ZL)

OVV von F34

mailto: dk3zl

6m Band – das „Magic“ Band

Autor: Christian, DG7FEQ

Das 6m-Band (50MHz) liegt zwischen der klassischen Kurzwelle und der Ultrakurzwelle. Von beiden Elternteilen hat es Eigenschaften mitbekommen, wobei mal der eine, mal der andere Anteil überwiegt.

In den Wintermonaten kann es vorkommen das man wochenlang keine einzige Station hören kann, manchmal hört man 20 Stationen die alle aus dem gleichen Locatorfeld kommen und sonst gar nichts, manchmal ist ganz Europa auf einmal zu empfangen.

Richtig spannend wird es wenn die ersten zaghaften DX-Signale zu hören sind. Dafür müssen die Bedingungen entweder mehrere Sporadic-E Sprünge erlauben oder sich verschiedene Ausbreitungsbedingungen wie Sporadic-E, Aurora oder TEP verbinden.

Hier zwei Audiobeispiele, Empfangen in JO40RV:

D4VHF_6m_CW.mp3:

VO1FOG_6m_SSB.mp3:

Für Einsteiger empfehle ich sich eine einfache Antenne zu bauen (bei mir war es am Anfang ganz einfach nur ein Dipol) und mal in den Sommermonaten das Band zu beobachten. Dafür eignet sich natürlich FT8 recht gut, man hat praktisch 24/7 Gegenstationen für Sende-und Empfangsversuche an der Hand.

Links:

Einfache Antennen für 6m von DK7ZB

Squalo-Antenne, beschrieben von DG7FEQ

24 Stunden Empfang auf 6m mit einem RTL-SDR Stick an meiner Squalo-Antenne in JO31HG

 

Wo ist was?

Grob zusammengefasst: CW rund um die 50.100, SSB zwischen 100 und 300, darüber größtenteils digitale Betriebsarten.

Links:

6m Bandplan vom DARC

 

Wann sind gute Bedingungen zu erwarten?

Die Sporadic-E Saison auf 6m geht etwa von Mai bis August, in diesen Monaten gibt es praktisch täglich eine Bandöffnung, manchmal auch wirklich den ganzen Tag lang bis spät in die Nacht. Aber auch davor und danach sind durchaus einzelne Öffnungen zu beobachten.

Morgens und am Vormittag sind Verbindungen Richtung Osten verstärkt möglich, gut ausgerüstete Stationen können da durchaus bis nach Japan kommen.

Richtung Westen (Karibik, USA) sind Bandöffnungen größtenteils Nachmittags / Abends zu beobachten.

In solchen guten Bandöffnungen sieht die Liste der empfangenen Stationen eher aus wie an einem guten Tag auf 20m:

Der einzelne „Hop“ innerhalb Europas ist sporadisch in einzelne Richtungen oder als „Rundumschlag“ über den ganzen Tag verteilt möglich.

Links:

Referat von Wolf, DK2EA zu den Ausbreitungsbedingungen auf 6m

 

Was tun wenn mal gar keine Bedingungen sind?

Novemberwetter, Langeweile, 6m ist zu? Dann probiere Meteorscatter!

Im Gegensatz zu den UKW Bändern ist auf 6m auch mit kleinem Aufwand der Betrieb über Reflexionen an sporadischen Meteoren praktisch täglich möglich. Dazu reicht eine einfache Antenne und 50-100Watt Leistung völlig aus.

Der Betrieb findet größtenteils in MSK144 statt, das ist zum Beispiel in WSJT-X integriert.

Beispiel für ein MSK144 QSO mit HB9SHD: